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Willkommen bei Mordlust, einem Podcast der Partner in Crime.
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Wir reden hier ĂŒber wahre Verbrechen und ihre HintergrĂŒnde.
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Mein Name ist Paulina Kraser.
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Und ich bin Laura Wohlers.
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In jeder Folge erzÀhlen wir einen bedeutsamen, wahren Kriminalfall nach,
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ordnen den fĂŒr euch ein, erörtern und diskutieren die juristischen,
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psychologischen oder die gesellschaftlichen Aspekte
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und wir sprechen mit Menschen mit Expertise.
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Hier geht es um True Crime, also auch um die Schicksale von echten Menschen.
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Bitte behaltet das immer im Hinterkopf.
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Das machen wir beide auch, selbst dann, wenn wir zwischendurch mal etwas abschweifen.
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Das ist fĂŒr uns so eine Art Comic-Relief, aber natĂŒrlich nicht despektierlich gemeint.
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Der Fall, den wir heute erzÀhlen, der passt sehr gut in diese kalte Jahreszeit
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und es ist ein ganz besonderer Fall, der uns sehr nahe gegangen ist.
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Es ist nÀmlich so, dass uns eine der Betroffenen selbst von der Geschichte erzÀhlt hat
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und zwar in ihrem eigenen Wohnzimmer.
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Vorher haben wir aber noch zwei Kleinigkeiten in eigener Sache.
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Genau, und die, die diesen Podcast hier ĂŒber Spotify hören,
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die werden es vielleicht mitbekommen haben.
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Spotify veröffentlicht einmal im Jahr dieses Wrapped,
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also was waren die erfolgreichsten Songs oder KĂŒnstlerInnen des Jahres
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und das gibt es auch fĂŒr Podcasts und wir haben dieses Jahr gedacht,
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wir gucken nicht richtig, als wir diese Liste gesehen haben.
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Wir sind auf Spotify einfach der zweiterfolgreichste Podcast 2024 gewesen,
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also gleich nachgemischtes Haar und das ist so absurd fĂŒr uns.
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Ja, also damit haben wir ĂŒberhaupt nicht gerechnet und das hat mich so gefreut,
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weil wir machen das ja jetzt schon ĂŒber sechs Jahre und dass ihr das immer noch so gerne hört
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und auch noch sogar neue Leute dazukommen, die den Podcast toll finden und alles durchbĂŒnschen,
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das bedeutet uns halt auch mega, mega viel, das sagen wir eigentlich hier viel zu selten,
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Wie dankbar wir auch euch sind, dass ihr Modnust so gerne hört.
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Ja, und vielleicht als Hintergrund auch mal, also es gibt ja mehrere Chartlisten
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und die sind aber das Ganze ja ĂŒber nicht so richtig aussagekrĂ€ftig,
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was die Gesamtperformance angeht, weil die immer tagesaktuell sind.
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Das heiĂt, da spielt schon mal mit rein, wann welcher Podcast veröffentlicht
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und dann bezieht sich das auch immer auf ein Tageswachstum.
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Das wurde irgendwann mal so eingestellt, damit nicht immer dieselben Podcasts oben stehen,
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was ja auch super ist, um neuen Podcasts auch eine Sichtbarkeit zu geben.
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Aber deswegen fiebern wir halt dann auf diese Liste zum Ende des Jahres hin,
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weil man dann halt wirklich einen Vergleich hat.
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Und fĂŒr uns ist es einfach so eine krasse Anerkennung unserer Arbeit,
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weil wir haben ja keinen Chef oder eine Chefin.
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Also uns sagt ja, abgesehen von den HörerInnen niemand, ja, das hast du gut gemacht.
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Und diese Liste ist quasi das, worauf es ankommt,
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nÀmlich das Lob von all jenen, die diesen Podcast hier hören.
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Genau, weil es ist ja auch nicht so, dass jeder, der den Podcast hört,
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uns irgendwie dann so schreibt, ja, wir mögen deinen Podcast oder so.
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Und jetzt, also durch diese Liste, keine Ahnung, wie das bei dir ist,
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aber bei mir ist das jetzt auch nochmal so eine krasse Motivation,
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interessante, spannende FĂ€lle rauszusuchen
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und weiterhin halt so viel Arbeit da reinzustecken.
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Ja, voll. Also uns ist es natĂŒrlich super wichtig, dass dieser Podcast ja auch gerne gehört wird.
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Und deswegen tausend Dank dafĂŒr, dass ihr das schon so lange macht und wir deswegen hier jede Woche sitzen können,
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um euch was zu erzÀhlen.
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Und jetzt noch eine Info zu unserem Merch.
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Also es sieht leider so aus vom Produktionsseite, dass jetzt eigentlich nichts mehr vor Weihnachten lieferbar ist,
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was ihr jetzt neu bestellt, weil es da wirklich so einen Run drauf gab auf die Produkte,
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denen wir nicht so richtig voraussehen konnten.
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Weil aber abgesehen von den weihnachtsspezifischen Sachen jetzt nichts limitiert ist,
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könnt ihr immer mal wieder auf unserer Website vorbeischauen.
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Immer wenn was wieder verfĂŒgbar oder vorbestellbar ist, steht das dann da auch mit entsprechendem Datum,
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wann es geliefert werden kann.
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Allerdings gibt es noch eine Möglichkeit, jetzt auch noch an die nicht despektierlich gemeinte Hoodies zu kommen.
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Dazu aber am Ende der Folge mehr.
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So, und jetzt kommen wir aber gleich zu dem Fall, der von einer Tragödie erzÀhlt,
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die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt spielt und bei dessen Recherche es uns teilweise wirklich eiskalt den RĂŒcken runtergelaufen ist,
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als uns klar wurde, wie es ĂŒberhaupt dazu kommen konnte.
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Alle Namen haben wir geÀndert.
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Das Wetter ist scheuĂlich an diesem 2. Januar 2006.
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In den vergangenen Tagen hat es viel geschneit.
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Die Menschen im bayerischen Bad Reichenhall haben vor einer Woche weiĂe Bilderbuchweihnachten gefeiert.
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Inzwischen schneit es immer noch, aber die dicken Flocken haben sich in klebrigen, nassen Schnee verwandelt.
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Der Himmel hĂ€ngt grau und schwer ĂŒber der Kleinstadt in den Bayerischen Alpen.
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Die Berge verstecken sich hinter einer dichten Wolkenwand.
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Vom warmen Wohnzimmer aus beĂ€ugt Miriam die graue BrĂŒhe vor dem Fenster kritisch.
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Der 13-JĂ€hrigen ist langweilig.
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Die schlanke SiebklÀsslerin mit den schulterlangen braunen Haaren und dem neugierigen Blick hat Weihnachtsferien
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und die will sie eigentlich nicht damit verbringen, den ganzen Tag auf der Couch zu hocken.
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Als ihre Mutter Maria vorschlĂ€gt, sie solle es sich bei dem Wetter doch einfach mal gemĂŒtlich machen und ein Buch lesen,
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winkt Miriam ab. Viel zu öde. Sie will raus, was unternehmen. Miriam hat nÀmlich immer Hummeln im Hintern.
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Egal ob Radfahren, Schwimmen oder RĂ€der schlagen, sie liebt alles, was mit Bewegung zu tun hat und probiert gern neue Dinge aus.
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Im Sommer war sie zum Beispiel das erste Mal Wasserskifahren.
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Und anstatt wie andere blutige AnfĂ€nger in etliche Male ins Wasser zu fallen, gelang es ihr auf Anhieb auf den Skiern zu stehen und sich ĂŒber den See ziehen zu lassen.
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Im Gegensatz zu uns, ne?
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Ja, das haben wir mal versucht.
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Ne, das war ja so peinlich, oder?
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Als wĂŒrdest du so zwei KlöĂe einfach ins Wasser werfen. So sind wir da reingeplumpst.
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Dabei war das ja nicht mal Wasserski, sondern Wakeboarden, das ich mir ĂŒbrigens noch viel einfacher eigentlich vorstelle als Wasserski, ne?
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Schade. Wir haben uns das so schön vorgestellt.
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Ja, fĂŒr Miriam zu dem Zeitpunkt an sich kein Ding, aber eben auch fĂŒr den Tag keine Option angesichts der Temperaturen.
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Aber sie könnte ja auf normalen Skiern die Berge in der Umgebung runtersausen.
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Allerdings klappt auch das heute nicht, denn die Freundin, mit der Miriam sonst fÀhrt, hat keine Zeit.
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Aber Miriam will unbedingt etwas machen. Schlittschuhlaufen in der Eishalle wĂ€re doch eine gute Idee, ĂŒberlegt sie sich.
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Dort ist heute Nachmittag ein Publikumslauf mit Musik, also eine Art Eisdisco.
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Da könnte sie mit ihrer Schulfreundin Johanna hin.
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Maria ist einverstanden und kurz darauf ist alles geritzt.
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Freundin Johanna hat Lust und so wird vereinbart, dass ihre Mutter die beiden MÀdchen um 14 Uhr zur Eishalle fÀhrt
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und Miriams Mutter Maria sie um 16 Uhr wieder abholt. Perfekt.
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Miriam strahlt, als sie wenig spÀter ihre Sachen packt.
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Nur, als Mutter Maria darauf beharrt, dass die 13-JĂ€hrige nicht einfach eine Jeans anzieht, sondern die warme Skihose murrt sie ein bisschen.
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Als Freundin Johanna und ihre Mutter kurze Zeit spÀter im Auto vorfahren, schnappt sich Miriam ihre Schlittschuhe,
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ruft ihrer Mutter ein TschĂŒss bis spĂ€ter zu und schlĂŒpft aus der HaustĂŒr in den schneereichen Januar-Nachmittag.
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Etwa zehn Minuten spÀter stehen Miriam und Johanna am Eingang der Eishalle, die einst der ganze Stolz der Kurstadt Bad Reichenhall war.
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Die Halle mit dem flachen Dach entstand Anfang der 70er Jahre.
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Sie ist eigentlich eine Kombihalle, die aus drei Teilen besteht.
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Rechts ist die Eishalle, links das stĂ€dtische Schwimmbad und dazwischen, im MittelstĂŒck, befinden sich der Eingangsbereich mit den Kassen, die TechnikrĂ€ume und im darĂŒberliegenden Obergeschoss ein Restaurant.
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WÀhrend die Decke im Inneren des Schwimmbads unspektakulÀr erscheint, ist die der Eishalle deutlich auffÀlliger.
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Sie besteht aus massiven, rechteckigen HolzkĂ€sten, aus denen viele groĂe Lampen ragen, die die EisflĂ€che erhellen, wenn es drauĂen dunkel ist.
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Und das lĂ€sst sich von innen gut feststellen, denn die AuĂenwĂ€nde von Eis in Schwimmhalle sind gröĂtenteils verglast und bieten bei dem schönen Wetter einen atemberaubenden Blick auf die Berge.
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Inzwischen ist der GebÀudekomplex 35 Jahre alt und hat die besten Zeiten hinter sich, aber erst nach wie vor beliebt.
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Zum Publikumslauf in der Eishalle hat es heute noch viele andere Kinder, Jugendliche und Eltern gezogen.
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Miriam und Johanna legen die 2,50 Euro fĂŒr den Eintritt auf den Tresen, bevor sie ihre Winterstiefel gegen die Schlittschuhe tauschen.
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Nachdem deren Schnallen mit einem Klicken eingerastet sind, wagen sich die beiden MĂ€dchen aufs Eis.
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Gemeinsam mit Johanna gleitet Miriam erst etwas taghaft ĂŒber die Bahn.
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RĂŒckwĂ€rts fahren oder gar Pirouetten kann sie nicht.
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Sie ist ja auch nicht im Verein, sondern fÀhrt, wie heute, nur ab und zu.
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Aber es macht SpaĂ, kleine und groĂe Kreise ĂŒber das Eis zu ziehen, wĂ€hrend aus den Lautsprecherboxen Musik dröhnt.
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Manchmal muss man aufpassen, wohin man fÀhrt, denn mit der Zeit tummeln sich knapp 50 Menschen auf dem Eis, vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch einige Elternteile.
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In der Menge erkennt Miriam einen gleichaltrigen Jungen aus ihrer Schule, also dreht sie zwischendurch auch mit ihm immer wieder Runden.
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Es ist 15.54 Uhr, sechs Minuten vor dem Ende des Publikumslaufs und es lÀuft Juli im Hintergrund.
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Gleich ist das Training fĂŒr den örtlichen Eishockey-Verein angesetzt.
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Dann mĂŒssen sie alle vom Eis.
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Doch als Miriam mit ihrem Schulkameraden gerade in der NĂ€he des Halleneingangs noch eine letzte Runde dreht,
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werden die Lyrics von »Die perfekte Welle« plötzlich von einem ohrenbetÀubenden Krachen verschluckt.
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Ein paar Minuten zuvor steigt Maria ins Auto, um ihre Tochter Miriam und deren Freundin Johanna von der Eishalle abzuholen.
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Genau wie ihr Kind ist auch die 52-JĂ€hrige mit den kurzen braunen Haaren und den Lachfalten um die Augen ein aktiver Mensch.
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Sie weiĂ, dass Miriam die Unternehmungslust von ihr hat.
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Trotzdem ist Maria froh, das Haus bei dem ungemĂŒtlichen Wetter heute nur kurz fĂŒr den Abholdienst zu verlassen.
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Den Weg Richtung Eishalle kennt sie gut.
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Sie fÀhrt ihn fast tÀglich, denn sie arbeitet als Religionslehrerin in dem schulischen Förderzentrum, das fast direkt nebenan liegt.
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Maria parkt ihr Auto und betritt den GebĂ€udekomplex, ĂŒber dessen Eingang in blauen Lettern auf gelbem Grund »Eislauf« und »Schwimmhalle« zu lesen ist.
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Sie durchquert den Eingangsbereich und geht die Treppe Richtung Restaurant hoch.
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Von dort oben kann man die ganze Eishalle ĂŒberblicken.
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Dort will Maria noch kurz ihrer Tochter aus der Entfernung zusehen, wie sie ĂŒbers Eis flitzt.
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Trotz des Gewusels hat Maria ihr MĂ€dchen schnell entdeckt.
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Sie sieht, wie Miriam in Skihose und Schlittschuhen neben einem Jungen lĂ€uft und freut sich fĂŒr sie, dass sie heute doch noch etwas gefunden hat, das sie unternehmen kann.
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Zu sehen, dass ihre Tochter fröhlich ist, ist fĂŒr Maria das gröĂte GlĂŒck.
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Sie hat ihr einziges Kind erst mit Ende 30 bekommen und ist seither jeden Tag dankbar, die Mutter dieses EnergiebĂŒndels zu sein, das ihr Leben so reich und voll macht.
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Doch um 15.54 Uhr sieht Maria, ihre 13-jĂ€hrige Tochter, das letzte Mal ĂŒbers Eis laufen.
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Dann wandert Marias Blick von Miriam weg nach oben zu der hölzernen Hallendecke.
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Dort sieht sie, wie die verleimten Dachbalken wie Streichhölzer einknicken.
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Was dann geschieht, dauert nur wenige Sekunden, aber fĂŒr Maria lĂ€uft es in Zeitlupe ab.
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Wie umfallende Dominosteine krachen tonnenschwere Dachteile auf die EisflÀche, auf der sich Miriam und die anderen gerade tummeln.
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Dabei zerspringen die glÀsernen WÀnde, der LÀrm ist unertrÀglich.
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Aber Maria nimmt ihn nicht wahr, ihr Gehirn begreift nicht, was soeben geschehen ist.
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Dass das Dach der Eishalle nur noch an den beiden kurzen Hallenseiten von Pfeilern gehalten wird, aber in der Mitte komplett eingestĂŒrzt ist.
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Und zwar direkt auf die EisflÀche, auf der Miriam gerade noch war.
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Doch jetzt sieht Maria ihr MĂ€dchen nicht mehr, sondern nur noch die TrĂŒmmer des Daches.
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Ein Moment lang ist Maria benommen.
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Dann schaltet ihr Körper in einen anderen Modus.
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Sie muss ihre Tochter retten.
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Maria lÀuft die Treppe im Bereich zwischen Schwimmhalle und Eishalle nach unten und will auf die Eisbahn.
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Doch sie kommt nur ein paar Meter weit.
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Balken, Dachteile und vor allem nasser, schwerer Schnee versperren ihr den Weg.
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Also brĂŒllt sie wie ferngesteuert, haltet durch, ihr werdet gerettet.
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Ob diese Rufe jemanden erreichen, weiĂ Maria nicht.
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Aber sie schreit aus LeibeskrĂ€ften wieder und wieder, bis sie ĂŒber sich einen Balken bedrohlich wackeln sieht.
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Maria lÀuft aus der Eishalle und raus aus dem ganzen GebÀude.
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DrauĂen haben sich mehrere Menschen versammelt.
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Einige sind wie in Schockstarre, andere schreien.
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Die ersten Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst rasen mit Blaulicht und Martinshorn auf die Halle zu.
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In dem GewĂŒhl an Menschen trifft Maria auf einen Bekannten, den sie bittet, ihr sein Handy zu leihen.
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Ihres hat sie wie so oft zu Hause liegen lassen.
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Sie braucht es ja eigentlich nie.
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Mit dem Mobiltelefon ruft sie ihren Mann Sebastian, Miriams Vater, an.
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Er muss sofort herkommen, die Eishalle ist eingestĂŒrzt.
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WÀhrend sie wartet, lÀuft sie rastlos auf und ab.
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In ihrem Kopf hÀmmert nur ein Satz.
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Das war's jetzt.
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Auch ihre Miriam.
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Doch ein kleiner Teil ihres Gehirns weigert sich so zu denken.
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Wie ein zartes PflĂ€nzchen wĂ€chst ein anderer Gedanke heran, der schlieĂlich immer gröĂer wird.
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Bei Erdbeben hört man doch immer wieder, dass sich einstĂŒrzende GebĂ€udeteile so verkeilen,
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dass Menschen nicht erschlagen werden, sondern darunter ĂŒberleben.
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Aus diesen HohlrÀumen werden sie dann manchmal auch nach zwei, drei Tagen noch gerettet.
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Es könnte doch sein, dass Miriam genau so von Dachteilen eingeschlossen wurde.
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Das ist Marias gröĂte Hoffnung.
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Und an diese klammern sich sie und ihr Mann, der inzwischen eingetroffen ist, in den nÀchsten Stunden mit aller Kraft.
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Gemeinsam mit anderen, die den Einsturz aus nÀchster NÀhe erlebt haben und Angehörigen, die zur Halle kommen,
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werden Maria und Sebastian in die nahegelegene Grundschule gebracht und dort vom Roten Kreuz und einem Kriseninterventionsteam versorgt.
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In sicherer Entfernung bekommen sie dabei kaum etwas mit von der Schwerstarbeit, die die EinsatzkrĂ€fte in der Eishalle leisten mĂŒssen.
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Der Landrat ruft den Katastrophenfall aus.
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Den EinsatzkrÀften der Feuerwehr, die nur wenige Minuten nach dem Einsturz vor Ort sind, offenbart sich das blanke Chaos.
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Weinende und schreiende Kinder und Erwachsene laufen ihnen aus der Halle entgegen, einige von ihnen blutend.
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Selbst fĂŒr erfahrene Feuerwehrleute ist der Anblick verstörend.
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Und er wird noch schlimmer, als sie sehen, was geschehen ist.
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In der Mitte der Eishalle ist das Dach komplett eingestĂŒrzt.
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Dazwischen graben einige ErsthelferInnen mit bloĂen HĂ€nden im Schnee, der auf dem Dach lag und mit hinabgestĂŒrzt ist, um nach VerschĂŒtteten zu suchen.
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Wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Einsturzes in der Halle waren, erfahren die EinsatzkrÀfte von einem Mitarbeiter der Eishalle.
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Knapp 50 Kinder und Erwachsene.
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Um so viele wie möglich zu retten, dĂŒrfen sie keine Zeit verlieren.
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UnterstĂŒtzung bekommen sie von Dutzenden KameradInnen aus der ganzen Region.
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Acht AutokrĂ€ne und zwei Bagger werden angefordert, um die teils tonnenschweren TrĂŒmmer aus Holz und Beton beiseite zu schaffen.
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Doch weil es noch immer stark schneit, haben die schweren Fahrzeuge Schwierigkeiten, zĂŒgig zum Einsatzort zu kommen.
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Auch die Bergwacht rĂŒckt mit vierbeinigen Helfern an.
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Suchhunde, die normalerweise Lawinenopfer aufspĂŒren, wĂŒhlen sich nun durch die Berge aus Schutt und Schnee.
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Oft entdecken sie darin Menschen, deren Herz noch schlÀgt.
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Viele von ihnen hatten das GlĂŒck, dass sie zum Zeitpunkt des Einsturzes am Rand der EisflĂ€che unterwegs waren.
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Dort, wo das Dach nicht direkt runterkam.
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Aber die Menschen zu retten ist schwierig, denn oft sind sie von Dachteilen eingeklemmt.
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AuĂerdem mĂŒssen die ĂŒber 700 EinsatzkrĂ€fte die Rettungsaktion immer wieder stoppen.
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Zu groĂ ist die Gefahr, dass auch die Ăberreste der Eishalle einstĂŒrzen und noch mehr Menschen Leid zugefĂŒgt wird.
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Insgesamt wird der Rettungseinsatz 74 Stunden andauern.
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74 Stunden, die den HelferInnen alle Kraft abverlangen.
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Nicht nur körperlich, sondern auch mental.
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Denn viele der VerschĂŒtteten fanden in den TrĂŒmmern den Tod.
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WÀhrend die EinsatzkrÀfte nach den vermissten EislÀuferInnen suchen,
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harren Maria und ihr Mann seit mehreren Stunden in der Grundschule aus,
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unfÀhig, an etwas anderes zu denken als an Miriam.
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Einmal kommt ein Polizist und bittet um ein Foto ihrer Tochter.
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Sebastian zĂŒckt seinen Geldbeutel.
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Darin hat er ein kleines Bild von Miriam immer dabei.
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Ansonsten bekommen Maria und Sebastian wenig von dem mit, was um sie herum geschieht.
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Sie bangen und beten fĂŒr ihr MĂ€dchen.
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DrauĂen ist es seit Stunden dunkel.
00:15:43
Die Zeit vergeht, aber Maria hat kein GefĂŒhl mehr dafĂŒr.
00:15:46
Um zwei Uhr morgens, zehn Stunden nach dem Einsturz, steht erneut ein Polizist vor ihnen.
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Die Rettungs- und Bergungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen,
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aber schon jetzt ist klar, dass mehrere Menschen den Einsturz nicht ĂŒberlebt haben.
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Das Foto aus Sebastians Brieftasche legt nahe, dass unter ihnen auch Miriam ist.
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Als Maria das hört, zerspringt ihr Herz in tausend Teile.
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Sie kann es nicht begreifen.
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Ihr Kind, das noch vor wenigen Stunden quicklebendig ĂŒbers Eis lief,
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das Ăbersprudente vor Lebensfreude und Energie, soll tot sein?
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Das darf nicht wahr sein.
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So pechschwarz, wie die Winternacht ĂŒber Bad Reichenhall liegt, wird es auch in Maria.
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Und als sie dachte, etwas Schlimmeres als die Nachricht vom Tod ihres einzigen Kindes könne es nicht geben,
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wird es noch furchtbarer.
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Sie und ihr Mann werden gebeten, Miriam zu identifizieren.
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DafĂŒr soll ein Polizeiauto sie zum GelĂ€nde der Bundeswehr bringen.
00:16:37
Dorthin werden die Leichen derer gebracht, die den Einsturz nicht ĂŒberlebt haben,
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erklÀren die PolizistInnen.
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Maria steigt in den Wagen, der sich seinen Weg durch die nĂ€chtlichen StraĂen bahnt.
00:16:48
Auf dem ganzen Weg nimmt sie nicht wahr, was vor dem Autofenster an ihr vorbeizieht.
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Sie denkt nur an ihr Kind.
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Nach wenigen Minuten Fahrt hÀlt das Auto auf dem Bundeswehrareal.
00:16:58
Als die PolizistInnen Maria und ihren Mann in eine Halle fĂŒhren,
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bleibt Maria fast das Herz stehen.
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Was ist das hier?
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Die Bundeswehrhalle ist kalt und schÀbig.
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Von der Decke strahlt grelles, kaltes Licht auf mehrere, einfache, lÀngliche Holzkisten.
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Darin sind die Toten aufgebahrt.
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FĂŒr Maria ist der Anblick grausam.
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Einen hÀsslicheren, pietÀtloseren Ort hat sie noch nie gesehen.
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Die PolizistInnen, mit denen Maria und ihr Mann alleine in der Halle sind,
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weisen auf eine der Holzkisten.
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Die wenigen Meter dorthin sind der schwerste Weg,
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den Maria und Sebastian je gehen mussten.
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Und wenn ihnen heute Morgen jemand gesagt hÀtte,
00:17:35
dass das Leben jetzt diese Szene fĂŒr sie bereithĂ€lt,
00:17:37
hĂ€tten sie das nicht mal in ihrem schlimmsten Albtraum fĂŒr möglich gehalten.
00:17:43
Den Eltern genĂŒgt jetzt nur ein kurzer Blick, um zu bestĂ€tigen, dass es ihr Kind ist,
00:17:48
das da in der Kiste, die nicht einmal ein Sarg ist, liegt.
00:17:50
Aber was das bedeutet, können sie noch nicht begreifen.
00:17:54
Die Obduktion wird spÀter zeigen, dass Miriam unmittelbar nach dem Einsturz tot war.
00:17:59
Alle, die auf dem Eis den Tod fanden, eralte dasselbe Schicksal.
00:18:03
Wie Miriam erlitten auch die anderen Menschen durch die herabfallenden schweren Dachteile
00:18:07
massive Verletzungen an SchĂ€del und Rumpf, die in Sekundenschnelle zu ihrem Tod gefĂŒhrt haben.
00:18:12
Anders als bei manchen Erdbebenereignissen bildeten die herabfallenden Teile
00:18:16
keine lebensrettenden Kammern ĂŒber ihn.
00:18:18
Der Tod kam gnadenlos und schnell.
00:18:22
Als Maria und Sebastian die provisorische Leichenhalle in den frĂŒhen Morgenstunden verlassen,
00:18:27
werden sie von der Polizei nach Hause gefahren.
00:18:29
Und wÀhrend die Menschen in anderen HÀusern aufstehen und in den neuen Tag starten
00:18:33
und die EinsatzkrĂ€fte am UnglĂŒcksort noch immer nach weiteren Vermissten suchen,
00:18:37
ĂŒberkommt Maria eine bleiernde MĂŒdigkeit.
00:18:39
Die 52-JĂ€hrige ist seit fast 24 Stunden auf den Beinen.
00:18:44
Fix und fertig vor Erschöpfung schlÀft sie ein.
00:18:46
Als sie wieder aufwacht, fĂŒhlt es sich an, als wĂŒrde sie noch immer trĂ€umen.
00:18:50
Sie kann nicht begreifen, dass Miriam nicht mehr da ist und das Haus mit Leben fĂŒllt.
00:18:55
Und auch in ihrem Inneren spĂŒrt Maria eine gewaltige Leere.
00:18:58
Es fĂŒhlt sich an, als sei ihre Seele in ein schwarzes Loch gezogen worden,
00:19:02
das alles Warme und Schöne auf der Welt verschluckt.
00:19:05
Gleichzeitig fĂŒhlt sich Maria rastlos.
00:19:08
Sie muss irgendwas machen, FormalitÀten klÀren, die Beerdigungen planen.
00:19:11
Es gibt doch jetzt so viel zu tun.
00:19:13
Die Klingel stoppt ihr Gedankenkarussell.
00:19:16
Vor der HaustĂŒr steht eine Nachbarin mit einem Topf voll Gulaschsuppe.
00:19:20
Den ĂŒberreicht sie Maria mit wenigen Worten.
00:19:22
Maria ist sprachlos.
00:19:24
Dass ihre Nachbarin an sie denkt, sich extra fĂŒr sie an den Herz stellt und kocht,
00:19:28
nur um irgendwie zu helfen und Anteilnahme zu zeigen, rĂŒhrt sie zu TrĂ€nen.
00:19:32
Diese kleine Geste bedeutet ihr in dem Moment die Welt.
00:19:36
Am Donnerstag, drei Tage nach dem Einsturz der Halle, erfÀhrt Maria,
00:19:40
dass die letzte noch vermisste Person tot geborgen wurde.
00:19:43
Damit wurde auch die Hoffnung der Angehörigen, die sehnlichst noch auf eine gute Nachricht gewartet
00:19:47
So steht fest, insgesamt sind zwölf Kinder und drei MĂŒtter ums Leben gekommen.
00:19:54
Von den 34 anderen, die ebenfalls in der Halle waren, wurden mehrere schwer verletzt.
00:19:58
Sie erlitten BrĂŒche und Quetschung.
00:20:00
Aber alle 34 konnten gerettet werden.
00:20:03
Maria weiĂ jetzt auch, dass der Schulfreund, mit dem Miriam die letzte Runde gedreht hat, ebenfalls tot ist.
00:20:08
Wer aber lebt, ist Johanna, die Freundin, mit der ihre Tochter zum Eislaufen gegangen ist.
00:20:13
Als Maria das hört, ist sie erleichtert.
00:20:15
Sie ist heilfroh, dass Johanna lebt, denn sie war ja ĂŒberhaupt nur wegen Miriam an dem Tag mitgekommen.
00:20:21
Am Tag von Miriams Beerdigung ist das nasskalte Schmuddelwetter dem schönsten Wintertag gewichen.
00:20:26
Es ist das reinste Postkarten-Idyll.
00:20:29
Der Himmel ist strahlend blau, der Schnee auf den Bergen glitzert in der Sonne.
00:20:33
Es ist klirrend kalt und eisig glatt.
00:20:35
Denn nach dem Schneeregen hat es wieder gefroren.
00:20:37
Die zahlreichen FuĂpaare bewegen sich Ă€uĂerst vorsichtig auf dem Weg zur Trauerfeier.
00:20:42
Sie findet in St. Zeno statt.
00:20:44
Der Kirche, in der Miriam seit ein paar Jahren Ministrantin war
00:20:47
und in der sie im Sommer hÀtte gefirmt werden sollen.
00:20:50
Stattdessen findet dort jetzt die Totenmesse fĂŒr die 13-JĂ€hrige statt.
00:20:54
Zu wissen, dass ihr MĂ€dchen nie wieder dort vorne am Altar stehen wird, zerreiĂt Maria das Herz.
00:20:59
Und noch schlechter geht es ihr, als sie und Sebastian umringt von vielen anderen Trauernden
00:21:04
nach dem Gottesdienst auf dem Friedhof stehen.
00:21:06
Was tut sie ĂŒberhaupt hier?
00:21:08
Keine Mutter und kein Vater sollte je am Grab des eigenen Kindes stehen mĂŒssen.
00:21:12
Kinder dĂŒrfen nicht vor ihren Eltern gehen.
00:21:15
Das ist doch nicht der Lauf der Natur.
00:21:17
Aber die Natur nimmt keine RĂŒcksicht.
00:21:20
Die Welt dreht sich weiter, wÀhrend Marias Leben zum Stillstand verdammt ist.
00:21:23
An Unterricht ist fĂŒr die Lehrerin nicht zu denken.
00:21:26
Aber auch die Dinge, die zu Hause anfallen, wie Kochen, AufrĂ€umen oder Marias Leidenschaft fĂŒrs Gitarre spielen,
00:21:32
sind völlig bedeutungslos geworden.
00:21:34
Warum soll sie ĂŒberhaupt noch irgendwas tun, jetzt wo ihre Tochter nicht mehr lebt?
00:21:38
Hat das Leben ĂŒberhaupt noch einen Sinn?
00:21:40
Fragt sich Maria.
00:21:41
Immer wieder denkt sie darĂŒber nach, dass sie ohne Miram auch nicht mehr leben möchte.
00:21:45
Wieso ist sie an diesem verhÀngnisvollen 2. Januar nicht einfach mitgekommen zum Eislaufen?
00:21:50
Warum hat es sie nicht auch erwischt?
00:21:53
Als Religionslehrerin ist Maria glÀubig, aber jetzt hadert sie mit Gott.
00:21:57
Ihre Gebete nach dem UnglĂŒck wurden nicht erhört.
00:21:59
Ihre Tochter hat nicht ĂŒberlebt.
00:22:01
Interessiert sich Gott ĂŒberhaupt fĂŒr den Einzelnen?
00:22:03
Wie kann er zulassen, dass ein gesundes, unschuldiges Kind so frĂŒh sein Leben verliert?
00:22:08
Wo sind all die Schutzengel, wenn man sie braucht?
00:22:10
Jedoch weiĂ Maria auch, dass nicht Gott, Schutzengel oder eine andere höhere Macht verantwortlich sind fĂŒr die Katastrophe,
00:22:18
die den Tod von Miriam und 14 weiteren Menschen gefordert und viele andere verletzt hat.
00:22:22
In der Ăffentlichkeit heiĂt es seit dem UnglĂŒck, die tagelangen SchneefĂ€lle seien Schuld an dem Einsturz.
00:22:27
Die Schneelast sei so massiv gewesen, dass das Dach der Eishalle dem nicht mehr habe Stand halten können.
00:22:32
Aber nicht nur Maria, sondern auch die Angehörigen anderer Todesopfer sind sich da nicht so sicher.
00:22:38
War es wirklich der Schnee?
00:22:40
Bad Reichenhall liegt in den Bergen.
00:22:42
Diese Stadt hat immer schneereiche Winter.
00:22:44
Es stimmt, dass es in diesem Jahr viele Tage am StĂŒck geschneit hat,
00:22:48
aber selbst das ist in dieser Region nichts Ungewöhnliches.
00:22:51
Und selbst wenn es dieses Jahr besonders viel gewesen ist,
00:22:54
mĂŒssten dann nicht auch die DĂ€cher anderer GebĂ€udeprobleme haben, die weiĂe Last zu tragen?
00:22:58
Die Frage nach der Schuld und Verantwortung treibt nicht nur die Hinterbliebenen um.
00:23:03
Sie beschÀftigt auch die Staatsanwaltschaft Traunstein.
00:23:06
Sie hat die Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, wie es zu dem Einsturz des Eishallendachs und damit zum Tod von 15 Menschen kommen konnte.
00:23:13
Von Dominik Höger, dem Vorsitzenden des Eishockey-Vereins, erfahren sie, dass das Eishallendach schon mehrere Jahre undicht gewesen sei.
00:23:20
Immer wieder hĂ€tten sie Eimer aufstellen mĂŒssen, um das Wasser, das von oben kam, aufzufangen.
00:23:24
Nicht nur auf der TribĂŒne, sondern auch auf dem Eis.
00:23:28
Das hat ausgesehen wie auf einer unfertigen Baustelle, sagt der Eishockey-Chef.
00:23:32
Daher waberten schon lĂ€nger GerĂŒchte von einem Abriss der Halle durch die Stadt.
00:23:36
Der Stadtrat dementiert das jedoch in einer PresseerklÀrung.
00:23:40
Es habe lediglich Diskussionen ĂŒber eine Sanierung gegeben.
00:23:43
Und auch dabei sei es nur um die Technik des Schwimmbads und die KĂ€ltetechnik der Eishalle gegangen,
00:23:49
nicht um das Dach.
00:23:50
Der Tenor der Stadtverantwortlichen inklusive des OberbĂŒrgermeisters lautet schon kurz nach dem Einsturz,
00:23:56
Zitat, das Dach war nicht sanierungsbedĂŒrftig.
00:23:59
Trotzdem ist es eingestĂŒrzt und hat 15 Menschen in den Tod gerissen.
00:24:04
Dabei könnten sie alle mutmaĂlich noch leben, wenn rechtzeitig gehandelt worden wĂ€re.
00:24:08
Denn Eishockey-Chef Dominik berichtet noch etwas.
00:24:12
Am Tag der Katastrophe gegen halb vier am Nachmittag, als der Publikumslauf in der Eishalle noch in vollem Gange war,
00:24:18
habe sein Handy geklingelt.
00:24:20
Ein Anruf aus dem reichen Haller Rathaus, am anderen Ende der Mann,
00:24:23
mit dem Dominik immer alle Angelegenheiten in Sachen Eishalle besprochen hat.
00:24:27
Der Mann habe ihm mitgeteilt, dass das Eishockey-Training fĂŒr die Nachwuchsmannschaften heute abgesagt werden mĂŒsste.
00:24:32
Das sollte eigentlich direkt nach dem Ende des Publikumslaufs um 16 Uhr stattfinden.
00:24:37
Aber stattdessen wollte man die Halle zu dem Zeitpunkt sperren und erst mal das Dach vom Schnee befreien.
00:24:43
Zu dem abgesagten Training kam es, weil der Betriebsleiter der Eishalle am Vormittag des 2. Januar aufs Dach gestiegen war,
00:24:49
um den Schnee zu messen.
00:24:51
Ein ĂŒbliches Prozedere in schneereichen Wintern, um zu prĂŒfen, ob die Halle geöffnet werden kann.
00:24:56
Er kam zu dem Ergebnis, dass die Schneelast 166 Kilo pro Quadratmeter betrug.
00:25:01
Ein unkritischer Wert befand der Betriebsleiter.
00:25:03
Denn der Wert fĂŒr die Maximallast liegt laut den Betriebsunterlagen fĂŒr die Halle bei 175 Kilogramm pro Quadratmeter.
00:25:10
Erst dann hĂ€tte man die Halle dicht machen mĂŒssen.
00:25:12
Im Laufe des Tages veröffentlichte jedoch der Deutsche Wetterdienst eine Warnung vor starken SchneefÀllen in der Region um Bad Reichenhall.
00:25:19
Und zwar ab 15 Uhr, was eine zusĂ€tzliche Schneelast fĂŒr das Dach bedeutete.
00:25:24
Der Betriebsleiter entschloss sich daher nach RĂŒcksprache mit den Verantwortlichen bei der Stadt,
00:25:28
die Halle nach dem Ende des Publikumslaufs um 16 Uhr zu sperren und das Dach am nÀchsten Tag vom Schnee rÀumen zu lassen.
00:25:34
So hatte man es in frĂŒheren Wintern auch schon gemacht, wenn die Schneelast zu groĂ geworden war.
00:25:39
Gegen 15.30 Uhr kontaktierte der stÀdtische Mitarbeiter Eishockey-Chef Dominik,
00:25:44
um ihr mitzuteilen, dass das fĂŒr 16 Uhr angesetzte Training ausfĂ€llt.
00:25:47
Warum die Halle dann nicht sofort fĂŒr alle gesperrt worden ist, kann den Ermittlenden niemand so recht erklĂ€ren.
00:25:54
Möglicherweise dachte man sich, in einer halben Stunde ist der Publikumslauf ohnehin zu Ende
00:25:59
und eine sofortige RÀumung könnte unnötige Aufregung verursachen.
00:26:04
24 Minuten spÀter ist klar, das war ein fataler Fehler.
00:26:08
Allerdings war trotzdem nicht der Schnee die Ursache fĂŒr den Einsturz.
00:26:13
Dessen sind sich die Ermittlenden inzwischen sicher.
00:26:15
Denn wie ein angefordertes Gutachten nahelegt,
00:26:18
lag die tatsÀchliche Schneelast auf dem Hallendach beim Einsturz noch immer unter dem Wert,
00:26:23
den die Vorschriften vorgaben.
00:26:24
Die Ermittlenden kommen daher zu dem Schluss,
00:26:27
dass eine zu hohe Schneelast nicht nachweislich einsturzursÀchlich war.
00:26:31
Was aber war dann fĂŒr die Katastrophe verantwortlich?
00:26:36
Um herauszufinden, wieso das Dach der Halle an jenem Tag eingestĂŒrzt ist,
00:26:40
graben die Ermittlenden tief in der Vergangenheit
00:26:42
und wollen erst mal wissen, wie die Halle ĂŒberhaupt damals gebaut wurde.
00:26:46
Das Problem dabei, von denjenigen, die die Halle damals geplant und gebaut haben,
00:26:51
leben jetzt, 35 Jahre spÀter, einige gar nicht mehr.
00:26:55
Andere wollen keine Erinnerungen mehr an die Entstehungsgeschichte des GroĂprojekts haben.
00:26:59
Die Baufirma, die den Auftrag damals bekommen hatte, existiert nicht mal mehr.
00:27:03
Die beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer sind bereits tot.
00:27:06
Auch viele Dokumente und Unterlagen, die Aufschluss geben könnten,
00:27:10
sind schon lange im Aktenschredder gelandet.
00:27:12
Allerdings gelingt es den Ermittlenden trotzdem,
00:27:14
ZeugInnen ausfindig zu machen,
00:27:16
die die Details zum Hallenbau Anfang der 70er Jahre preisgeben können.
00:27:20
Sie berichten, dass die Stadt Bad Reichenhall es bei dem einstigen Prestigeobjekt,
00:27:24
das nicht nur BesucherInnen aus der Stadt und dem Landkreis,
00:27:27
sondern darĂŒber hinaus anlocken und den Tourismus in die Berge bringen sollte,
00:27:30
mit den FormalitÀten nicht so ganz genau genommen habe.
00:27:34
MutmaĂlich, um Zeit und Geld zu sparen.
00:27:37
Die Ermittlenden finden etwa heraus,
00:27:39
dass die Bauplanung und die Bauaufsicht in ein und denselben HĂ€nden lagen.
00:27:44
In denen von Anton Brandt, dem Leiter des stÀdtischen Hochbauamts.
00:27:48
Er kĂŒmmerte sich in Personalunion sowohl um die theoretischen Planungsaufgaben
00:27:52
als auch um die praktische Aufsicht und Kontrolle der Bauarbeiten.
00:27:56
Und das ist hier jetzt der erste Fehler, auf den man stöĂt,
00:28:00
weil bei so gut wie allen Bauvorhaben,
00:28:03
auĂer die sind irgendwie sehr klein oder anderweitig speziell,
00:28:05
mĂŒssen Bauplanung und Bauaufsicht getrennt sein.
00:28:09
Und das ist in der jeweiligen Landesbauordnung auch festgeschrieben.
00:28:12
Die variiert von Bundesland zu Bundesland ein bisschen,
00:28:15
aber diese Trennung von Planung und Aufsicht schreiben alle deutschen BundeslÀnder vor.
00:28:19
Sprich, die eine Person ĂŒbernimmt die Planung,
00:28:22
also die ganze theoretische Vorarbeit
00:28:24
und eine andere Person ist dann, wenn tatsÀchlich gebaut wird,
00:28:27
dafĂŒr verantwortlich, diese Bauarbeiten zu beaufsichtigen.
00:28:30
Dass das zwei verschiedene Personen sein mĂŒssen,
00:28:32
hat einen einfachen Grund,
00:28:33
weil damit will der Gesetzgeber fĂŒr mehr Sicherheit und Transparenz sorgen.
00:28:37
Also soll gewÀhrleistet werden, dass die baurechtlichen Vorschriften,
00:28:40
zum Beispiel in Sachen Brandschutz oder Statik, eingehalten werden
00:28:44
und nicht einer einfach sagt,
00:28:45
ja, ja, das passt schon, das habe ich so geplant und alles so absegnet.
00:28:49
Und es kommt raus, die Eishalle hĂ€tte gar nicht so gebaut werden dĂŒrfen,
00:28:53
wie sie gebaut wurde.
00:28:54
In der Schwimmhalle zum Beispiel hatte man das Dach
00:28:56
neben der TrĂ€ger noch mit Zwischenpfosten in der Halle unterstĂŒtzt.
00:29:00
Diese Zwischenpfosten gab es aber in der Eishalle nicht,
00:29:03
weil dann hĂ€tten die EislĂ€ufer in Slalom um die Pfosten fahren mĂŒssen.
00:29:07
Also plante der Statiker, der beauftragt war, Karl Bayer,
00:29:12
die KampfstecktrÀger, das sind die TrÀger, die oben im Dach verbaut sind
00:29:15
und das da halten, kurzerhand 2,87 Meter lang
00:29:20
statt der zugelassenen 1,20 Meter.
00:29:22
Der lieĂ sie also mehr als doppelt so lang anfertigen, als erlaubt,
00:29:26
also um so dann auf diese Pfosten zu verzichten,
00:29:30
die man in der Schwimmhalle verbaut hatte.
00:29:31
AuĂerdem verĂ€nderte er auch die Form der TrĂ€ger
00:29:34
und holte dafĂŒr nicht die nötige Zulassung der Bayerischen Baubehörde ein.
00:29:38
Und so wurde die Eishalle als Schwarzbau errichtet,
00:29:41
also als ein GebÀude, das illegal gebaut worden ist.
00:29:44
Zu diesem Schluss kommt jetzt jedenfalls die Staatsanwaltschaft.
00:29:47
ZusÀtzlich zum Hochbauamtsleiter Anton Brandt
00:29:50
und dem Statiker Karl Bayer, der inzwischen in Rente ist,
00:29:53
wird noch ein möglicher Schuldiger ausgemacht.
00:29:55
Laut Staatsanwaltschaft lieĂ der Architekt Michael Lehner
00:29:58
die Dachkonstruktion aufbauen, obwohl eben keine geprĂŒfte Statik vorhanden war.
00:30:03
Also sprich eine offizielle Berechnung, die sicherstellt,
00:30:07
dass das GebÀude, sein Dach, seine Mauern und so weiter stabil und sicher sind.
00:30:11
Und er setzte die Stadt Bad Reichenhall nicht darĂŒber in Kenntnis,
00:30:14
dass die Statik fehlt.
00:30:16
Neben den dreien rĂŒcken auch noch zwei weitere MĂ€nner
00:30:19
in den Fokus der Ermittlungen.
00:30:20
Der eine ist der Zimmermeister Paul Alt,
00:30:23
der die hölzernen, zu langen DachtrÀger einst gebaut und dabei Fehler gemacht hat.
00:30:28
Er verwendete beim Verkleben der Holzteile einen sogenannten Harnstoffharzleim.
00:30:33
Das ist ein preisgĂŒnstigerer Leim,
00:30:35
der sich nicht fĂŒr geschlossene Hallen wie die Eishalle eignet,
00:30:39
da er feuchtigkeitsempfindlich ist und seine Klebewirkung dadurch im Laufe der Zeit schwÀcher wird.
00:30:44
Der Stadt war das bekannt,
00:30:46
doch die Verantwortlichen blieben bei dem Harnstoffharzleim
00:30:49
und sparten so 25.000 Mark.
00:30:52
Der andere Mann, den die Ermittlungen ins Visier nehmen,
00:30:55
ist Gutachter GĂŒnther Völkel.
00:30:57
Der 53-JĂ€hrige untersuchte die Halle vor drei Jahren im Auftrag der Stadt
00:31:01
und bescheinigte ihr einen, Zitat,
00:31:03
allgemein als gut zu bezeichnenden Zustand.
00:31:05
Nachdem die Ermittler in der Staatsanwaltschaft Traunstein
00:31:09
159 ZeugInnen gehört und acht Gutachten in Auftrag gegeben haben,
00:31:13
kommen sie zu dem Schluss,
00:31:14
dass sowohl bei der Planung als auch beim Bau der Eishalle
00:31:17
in den 70er Jahren massiv geschlampt wurde.
00:31:20
Daher erhebt die Staatsanwaltschaft im April 2007,
00:31:23
ĂŒber ein Jahr nach dem Einsturz,
00:31:25
Anklage wegen fahrlÀssiger Tötung und fahrlÀssiger Körperverletzung
00:31:28
gegen die fĂŒnf MĂ€nner,
00:31:29
den ehemaligen Hochbauamtsleiter Anton Brandt,
00:31:32
den Statiker Kai Bayer,
00:31:34
den Architekten Michael Lehner,
00:31:35
den Zimmermeister Paul Alt
00:31:36
und den Gutachter GĂŒnther Völkel.
00:31:39
HĂ€tten sie ihre Pflichten ordnungsgemÀà erfĂŒllt,
00:31:41
hÀtte es weder Tote noch Verletzte gegeben,
00:31:44
so der leitende Oberstaatsanwalt.
00:31:45
Aber mussten 15 Menschen wirklich sterben,
00:31:48
weil beim Bau in der Halle in den 70ern
00:31:51
solche Fehler gemacht wurden,
00:31:52
dass sie 35 Jahre spĂ€ter zum Einsturz des Dachs fĂŒhrten?
00:31:57
Und jetzt eine kleine Sache,
00:31:59
weil vielleicht fragt ihr euch,
00:32:00
was wir uns gefragt haben,
00:32:01
als wir das erste Mal davon gehört haben.
00:32:03
Das ist ja in den 70ern passiert.
00:32:06
Und 35 Jahre spĂ€ter mĂŒssen die sich jetzt hier vor Gericht verantworten.
00:32:10
Da ploppt doch das Wort VerjÀhrung irgendwo auf,
00:32:14
bei einigen vielleicht.
00:32:15
Und Leute, die viel mordlos zu hören,
00:32:17
wissen ja, Mord verjÀhrt nie.
00:32:19
Aber diese MĂ€nner werden ja jetzt
00:32:20
wegen fahrlÀssiger Tötung angeklagt.
00:32:22
Und diese Tat verjĂ€hrt nach fĂŒnf Jahren.
00:32:24
Warum die jetzt trotzdem angeklagt werden können,
00:32:27
ist, weil die VerjÀhrungsfrist erst zu laufen beginnt,
00:32:30
wenn die Tat beendet ist.
00:32:32
Und diese Tat ist in diesem Fall hier
00:32:34
mit dem Tod der 15 Opfer erst beendet.
00:32:37
Also das heiĂt,
00:32:38
ab dem 2. Januar 2006.
00:32:40
Nachdem die Halle eingestĂŒrzt ist,
00:32:42
fing die VerjĂ€hrungsfrist von fĂŒnf Jahren
00:32:44
erst an zu laufen.
00:32:47
der zwei Jahre nach dem Einsturz
00:32:49
vor dem Landgericht Traunstein beginnt,
00:32:50
setzt Maria groĂe Hoffnung.
00:32:52
Miriam wird dadurch zwar nicht wieder lebendig,
00:32:55
aber Maria wĂŒnscht sich,
00:32:56
dass die Verantwortlichen
00:32:57
endlich zur Rechenschaft gezogen werden.
00:32:59
Wie andere Angehörige
00:33:00
tritt auch Maria die Nebenklage an
00:33:02
und sitzt so oft es geht
00:33:03
im Saal mit der Nummer 33.
00:33:05
So schlimm die Details sein mögen,
00:33:07
sie will wissen,
00:33:08
wer die Schuld daran trÀgt,
00:33:09
dass ihr das Liebste im Leben
00:33:11
so grausam geraubt wurde.
00:33:13
dass dafĂŒr Sitzfleisch nötig ist.
00:33:15
28 Verhandlungstage
00:33:16
werden sich ĂŒber 11 Monate hinziehen.
00:33:18
Denn es mĂŒssen etliche ZeugInnen gehört
00:33:20
und viele fĂŒr LeihInnen
00:33:22
komplizierte technische Feinheiten
00:33:25
oder Bauteilsicherheitsfaktoren
00:33:27
besprochen werden.
00:33:28
Und dann gibt es ja nicht nur
00:33:29
einen Angeklagten,
00:33:30
sondern gleich fĂŒnf.
00:33:31
Doch von diesen fĂŒnf
00:33:33
nehmen am 28. Januar 2008,
00:33:36
dem ersten Prozestag,
00:33:37
nur drei auf der Anklagebank Platz.
00:33:39
Der ehemalige Hochbauungsleiter Anton Brandt
00:33:42
ist an einem Hirntumor erkrankt
00:33:44
und daher nicht verhandlungsfÀhig.
00:33:46
Und der 74 Jahre alte Zimmermeister Paul Alt
00:33:48
ist kurz vor dem Beginn
00:33:49
der Hauptverhandlung gestorben.
00:33:51
So mĂŒssen sich nur noch
00:33:52
der Statiker Karl Bayer,
00:33:54
mehr als doppelt so lang plante,
00:33:56
der Architekt Michael Lehner,
00:33:58
der die fehlende geprĂŒfte Statik ignorierte,
00:34:00
und der Gutachter GĂŒnther Völkel,
00:34:02
der den Hallenzustand
00:34:03
drei Jahre vor dem Einsturz
00:34:04
als allgemein gut bezeichnete,
00:34:06
vor Gericht erklÀren.
00:34:07
Das Medieninteresse
00:34:09
an dem Schicksal
00:34:09
der drei MĂ€nner ist groĂ.
00:34:10
Denn das UnglĂŒck
00:34:12
hat in ganz Deutschland
00:34:13
fĂŒr Aufruhr gesorgt.
00:34:16
nach dem Einsturz der Halle
00:34:17
sind im ganzen Land
00:34:18
Rufe nach einem sogenannten
00:34:19
BautĂŒff laut geworden.
00:34:20
Weil Bauen ja vor allem
00:34:22
LĂ€ndersache ist,
00:34:23
hat der damalige
00:34:24
Bundesbauminister
00:34:25
die BundeslÀnder
00:34:25
auch dazu aufgefordert,
00:34:26
einen solchen TĂŒff zu prĂŒfen.
00:34:28
Und fĂŒr alle BundesgebĂ€ude,
00:34:30
deren Bauherr der Bund ist,
00:34:32
zum Beispiel BĂŒros,
00:34:33
Forschungseinrichtungen,
00:34:34
Bundespolizeidienststellen,
00:34:36
aber auch einige Museen
00:34:37
oder andere Kultureinrichtungen,
00:34:38
hat der Bauminister
00:34:40
einen Aktionsplan
00:34:41
zur GebĂ€udesicherheit angekĂŒndigt,
00:34:42
mit dem man kĂŒnftig
00:34:43
vor allem in Sachen Statik
00:34:46
noch genauer hinschauen will.
00:34:47
UnabhĂ€ngig von RegierungsmaĂnahmen
00:34:50
wurden daraufhin
00:34:51
deutschlandweit Hallen,
00:34:52
die eine Àhnliche Dachkonstruktion
00:34:54
wie die in Bad Reichenhall haben,
00:34:56
und dabei stellte man
00:34:57
nicht selten MĂ€ngel fest.
00:34:58
Deshalb wurden damals
00:34:59
dann auch einige gesperrt,
00:35:00
zum Beispiel die Eislaufhalle
00:35:01
in Krefeld in NRW,
00:35:02
in der ich ĂŒbrigens
00:35:03
auch schon Eislaufen war,
00:35:05
oder auch das Delfinarium
00:35:07
im Duisburger Zoo,
00:35:08
wo, Ăberraschung,
00:35:10
die Feuchtigkeit
00:35:11
problematisch fĂŒr den Holzleim war.
00:35:13
So war das ja auch
00:35:15
in Bad Reichenhall.
00:35:16
Und dort wird nun
00:35:21
gleich in mehrfacher Hinsicht
00:35:23
verletzt zu haben.
00:35:24
Als erfahrener Ingenieur
00:35:26
hÀtte er genauestens
00:35:27
auf die Bestimmung
00:35:30
weil der Hallenkomplex
00:35:31
aufgrund seiner GröĂe
00:35:33
und der Art seiner Konstruktion
00:35:34
zur damaligen Zeit
00:35:35
einzigartig war.
00:35:36
HĂ€tte er das Dach
00:35:38
der bauaufsichtlichen
00:35:39
Zulassung geplant,
00:35:41
die gesamte Konstruktion
00:35:42
gar nicht errichtet worden,
00:35:44
ĂŒberhaupt nicht zulĂ€ssig war,
00:35:47
bestimmte Auflagen gegeben,
00:35:48
die laut SachverstÀndigen
00:35:51
verhindert hÀtten.
00:35:52
AuĂerdem hat Karl Bayer
00:35:54
laut der Anklage
00:35:55
der Staatsanwaltschaft
00:35:56
die Statik des Dachs
00:35:57
falsch berechnet
00:35:58
und diverse DIN-Norm
00:35:59
nicht berĂŒcksichtigt.
00:36:01
beachten mĂŒssen,
00:36:02
dass die Eishalle
00:36:03
einem feuchten Klima
00:36:04
ausgesetzt sein kann
00:36:05
und schon deswegen
00:36:06
die ausschlieĂliche
00:36:07
feuchtigkeitsbestÀndigen
00:36:09
Leims vorschreiben mĂŒssen.
00:36:10
Und dem angeklagten Statiker
00:36:12
sei zum Zeitpunkt
00:36:13
des Baus auch klar gewesen,
00:36:15
auĂergewöhnliche
00:36:15
Holzkonstruktion plane,
00:36:17
die es so in Deutschland
00:36:20
die praktische AusfĂŒhrung
00:36:21
seiner theoretischen
00:36:22
Planung genauestens
00:36:23
ĂŒberwachen mĂŒssen.
00:36:25
zu den VorwĂŒrfen
00:36:26
Stellung beziehen soll,
00:36:27
ist er merklich mitgenommen.
00:36:30
vor dem Verhandlungstermin
00:36:31
in einer psychiatrischen
00:36:34
unternommen hatte.
00:36:34
Als nun die Fragen
00:36:36
und Staatsanwaltschaft
00:36:37
auf ihn einprasseln,
00:36:38
scheint er sie zum Teil
00:36:39
nicht zu verstehen.
00:36:40
Zwischendurch ist er
00:36:41
den TrÀnen nah.
00:36:44
wird der Prozess
00:36:44
zweimal unterbrochen.
00:36:46
gibt der 67-JĂ€hrige,
00:36:50
zu, zur Zeit des
00:36:51
ĂŒberfordert gewesen zu sein.
00:36:54
viel zu tun gehabt.
00:36:55
Die Olympischen Spiele
00:36:56
standen vor der TĂŒr.
00:36:57
Da wurde viel gebaut,
00:37:01
Und er erklÀrt,
00:37:02
ich habe den anderen
00:37:03
Beteiligten vertraut.
00:37:05
Ich hÀtte kritischer
00:37:08
SchuldeingestÀndnis,
00:37:11
Und damit ist er
00:37:12
beiden Angeklagten
00:37:18
den Bau zu ĂŒberwachen
00:37:19
und einen reibungslosen
00:37:20
Ablauf zu sichern,
00:37:21
muss beantworten,
00:37:23
aufgefallen ist,
00:37:24
PrĂŒfstatik fĂŒr die
00:37:26
Halle existierte.
00:37:28
Worten erklÀrt er,
00:37:30
erst 27 Jahre alt
00:37:32
als freier Mitarbeiter
00:37:33
in einem renommierten
00:37:34
ArchitektenbĂŒro seine
00:37:35
Berufslaufbahn gerade
00:37:37
erst begonnen habe.
00:37:39
Daher sitze er als,
00:38:07
Völliger unschuldiger
00:38:08
auf der Anklagebank.
00:38:11
ziemlich bold von dem.
00:38:14
vor allem dieses
00:38:15
als BerufsanfÀnger,
00:38:17
also er tut jetzt
00:38:18
als hÀtte jeder Mensch,
00:38:19
der BerufsanfÀnger ist,
00:38:24
nicht so denken,
00:38:25
das wollte ich auch
00:38:28
wenn da ein Arzt
00:38:29
oder eine Ărztin,
00:38:31
im ersten Jahr ist,
00:38:34
Medikament spritzt,
00:38:35
richtig hingeguckt hat
00:38:37
und deswegen ein Mensch
00:38:38
verstirbt oder was weiĂ ich,
00:38:40
dann finde ich es
00:38:41
ĂŒberhaupt nicht
00:38:42
realitÀtsfremd,
00:38:43
wenn diese Person
00:38:50
Das sagt er ja auch
00:38:51
mit in seiner Aussage,
00:38:52
dass er es vor allem
00:38:54
dass er jetzt heute
00:38:55
dafĂŒr hinhalten muss.
00:38:58
und einfach auch sehr
00:39:00
jetzt zu dem Statiker,
00:39:04
offenbar so nahe geht,
00:39:07
das Leben zu nehmen.
00:39:08
Es ist interessant
00:39:10
wie unterschiedlich
00:39:10
Leute reagieren,
00:39:11
die sind ja wegen
00:39:13
Wobei ich da sagen muss,
00:39:16
wirklich keiner Schuld
00:39:19
vielleicht war er
00:39:20
BerufsanfÀnger,
00:39:21
tatsÀchlich nicht
00:39:24
wenn das stimmt,
00:39:27
verstehen in dem
00:39:32
ĂŒber die VorgĂ€nge
00:39:33
im Rathaus bekannt
00:39:35
Stadtverantwortlichen
00:39:36
auf der Anklagebank
00:39:40
Die Staatsanwaltschaft
00:39:41
hatte tatsÀchlich
00:39:44
des OberbĂŒrgermeisters
00:39:47
auch Strafanzeigen
00:39:52
Auch die Verteidigung
00:39:54
GĂŒnther Völkel
00:39:56
Ihn hatte die Stadt
00:39:58
vor dem Einsturz
00:40:01
weil schon lÀnger
00:40:02
ĂŒber einen Abriss
00:40:03
des GebÀudekomplexes
00:40:05
nachgedacht wurde.
00:40:06
Der OberbĂŒrgermeister
00:40:16
wirtschaftlichen,
00:40:17
SicherheitsgrĂŒnden
00:40:26
die Tragkonstruktionen
00:40:31
zu bezeichnenden
00:40:34
Holzkonstruktion
00:40:36
DachentwÀsserung
00:40:40
auf die QualitÀt
00:40:43
SchÀden aufgrund
00:40:44
der aufgetretenen
00:40:51
WohlschÀden gab,
00:40:52
GĂŒnther Völkel
00:40:54
nicht gesehen hat.
00:40:57
Staatsanwaltschaft.
00:40:57
Wie sich herausstellt,
00:40:59
hat der Gutachter
00:41:02
vorschriftsmĂ€Ăig
00:41:14
Holzkonstruktion
00:41:14
nicht und konnte
00:41:16
nicht feststellen,
00:41:20
dadurch erheblich
00:41:23
Staatsanwaltschaft
00:41:24
ist sich sicher,
00:41:24
wenn der Gutachter
00:41:26
ausgefĂŒhrt hĂ€tte,
00:41:31
empfehlen mĂŒssen,
00:41:31
die Konstruktion
00:41:32
noch einmal genauer
00:41:33
untersuchen zu lassen.
00:41:34
festgestellt worden,
00:41:37
ungeeigneter Leim
00:41:38
verwendet wurde.
00:41:39
HĂ€tte der Gutachter
00:41:41
sorgfÀltig gearbeitet,
00:41:42
hĂ€tte er auĂerdem
00:41:43
auch die Unterlagen
00:41:44
Halle ĂŒberprĂŒfen
00:41:46
bemerkt, dass es
00:41:47
gar keine geprĂŒfte
00:41:49
Eishallendach gibt.
00:41:51
hÀtte er der Stadt
00:41:52
Die Staatsanwaltschaft
00:41:54
hĂ€tte GĂŒnther Völkel
00:41:56
richtig gemacht und
00:41:57
danach die Stadt
00:41:58
ĂŒber die MissstĂ€nde
00:41:59
wÀre der Einsturz
00:42:01
mit an Sicherheit
00:42:02
Wahrscheinlichkeit
00:42:03
verhindert worden.
00:42:04
GĂŒnther Völkel
00:42:06
und seine Verteidiger
00:42:07
halten jedoch dagegen.
00:42:09
in den Klebefugen
00:42:10
habe er gar nicht
00:42:12
gar nicht beauftragt
00:42:13
AuĂerdem habe die Stadt
00:42:15
lediglich ein Gutachten
00:42:16
ĂŒber den Bestand
00:42:17
nicht ĂŒber die Statik.
00:42:18
Daher habe er auch
00:42:20
keine Unterlagen
00:42:21
Als der OberbĂŒrgermeister
00:42:23
dazu befragt wird,
00:42:27
zur ĂberprĂŒfung
00:42:29
Das Pauschalhonorar
00:42:32
Verteidigungssicht
00:42:33
jedenfalls dagegen.
00:42:36
umfassende PrĂŒfung
00:42:37
erwartet werden.
00:42:39
lenken die Verteidiger
00:42:41
von ihren Mandanten.
00:42:42
Wir sind ĂŒberzeugt,
00:42:44
bei den Verantwortlichen
00:42:49
errichten lassen
00:42:53
der Bevölkerung
00:43:03
Stadtverantwortlichen
00:43:11
und der Architekt
00:43:21
zur Rechenschaft
00:43:26
Bad Reichenbacher
00:44:10
UrteilsverkĂŒndung
00:44:28
Staatsanwaltschaft
00:44:32
Holzkonstruktion
00:44:35
bauaufsichtliche
00:44:59
Pflichtverletzungen
00:45:06
Körperverletzung
00:45:43
Staatsanwaltschaft
00:45:55
Pflichtverletzung
00:46:12
ZeugInnen-Aussagen
00:46:50
OberbĂŒrgermeister
00:47:09
NebenklÀgerInnen,
00:47:11
Staatsanwaltschaft,
00:47:14
Bundesgerichtshof
00:47:27
verantwortlichen,
00:47:46
OberbĂŒrgermeister
00:47:57
UnverschÀmtheit,
00:47:58
Verantwortlichen
00:49:03
Auseinandersetzungen
00:50:02
konzentrieren und
00:50:03
nicht im Sumpf aus
00:50:04
wenn unterzugehen.
00:50:07
ihre eigene Kraft
00:50:08
dafĂŒr nicht reicht,
00:50:10
einer Therapeutin.
00:50:13
schaffen, um die
00:50:21
Oktober, Miriams
00:50:22
dieselbe Wanderung
00:50:25
familienfreundlichen
00:50:28
jedes Jahr einmal
00:50:34
alten Töchterchen
00:50:35
Herbstlandschaft
00:50:44
RĂŒbezahlfelsen,
00:50:48
Maiglöckchenberg,
00:50:51
ĂŒbersĂ€t ist mit
00:51:17
voller Leben und
00:51:19
sitzen wollte und
00:51:20
Marias gröĂtes
00:51:23
jetzt nicht mehr
00:51:26
Neujahrszeit fĂŒr
00:51:32
geraten hat, machen
00:51:34
Silvester weiterhin
00:51:38
liebsten mit einem
00:51:39
KrÀutersahnedipp
00:51:42
versucht Maria, diese
00:51:43
Feiertage einfach
00:51:44
nur zu ĂŒberleben.
00:51:47
Menschen sind sie
00:51:48
fĂŒr Maria nicht
00:51:49
schönste, sondern
00:51:53
einiger Zeit nicht
00:51:54
ihrer Therapeutin
00:51:55
sprechen möchte,
00:51:55
sondern auch mit
00:51:56
Gleichgesinnten, sucht
00:51:58
Selbsthilfegruppe.
00:51:59
Doch schnell muss
00:52:00
sie feststellen, dass
00:52:01
genĂŒgend gibt, aber
00:52:03
Also geht Maria es
00:52:06
gemeinsam mit einer
00:52:07
anderen Mutter, die
00:52:08
Eishalleneinsturz
00:52:09
verloren hat, eine
00:52:10
eigene Selbsthilfegruppe,
00:52:12
verwaiste Eltern.
00:52:16
Kinder gestorben
00:52:17
sind, gegenseitig
00:52:20
gröĂtenteils Fremde
00:52:20
sind, wissen sie
00:52:21
alle, wie es sich
00:52:23
Liebste im Leben
00:52:23
verloren zu haben.
00:52:24
Jedes Jahr trifft
00:52:26
sich die Gruppe am
00:52:27
Bad Reichenhall.
00:52:30
844 lÀuten die Glocken
00:52:32
nahegelegenen Kirche, um
00:52:33
an die 15 Menschen
00:52:34
zu erinnern, die in
00:52:35
der Eishalle ums Leben
00:52:37
Nach dem Gedenken an
00:52:39
den bunten GlasstÀhlen
00:52:40
findet ein Gottesdienst
00:52:41
fĂŒr die Opfer statt.
00:52:43
Treffen ist ihr ein
00:52:44
junger Mann ins Auge
00:52:46
anspricht, stellt er sich
00:52:47
als Bruder eines Jungen
00:52:49
tonnenschweren Dachs
00:52:50
ebenfalls ums Leben
00:52:53
damals auch in der
00:52:54
Eishalle, konnte sich
00:52:55
aber durch einen Sprung
00:52:57
Inzwischen ist er
00:52:58
Anfang 30 und arbeitet
00:53:00
als Ingenieur, erzÀhlt
00:53:01
Anfang 30, also so
00:53:04
alt wie Miriam jetzt
00:53:05
So sieht man also aus
00:53:07
mit Anfang 30, denkt
00:53:10
Vorstellung fĂŒr sie.
00:53:11
Denn anders als der
00:53:12
junge Mann wird ihre
00:53:13
Tochter niemals Àlter
00:53:15
Miriam ist wie eingefroren
00:53:17
in diesem Alter zwischen
00:53:18
Kind und Teenagerin.
00:53:19
Wie ihre Tochter wohl
00:53:20
aussehe jetzt mit den
00:53:22
WĂ€re sie Lehrerin
00:53:23
geworden, wie sie
00:53:24
frĂŒher immer wollte?
00:53:25
WĂ€re sie verheiratet?
00:53:27
HĂ€tte sie Maria
00:53:28
vielleicht schon zur
00:53:29
Und die wichtigste
00:53:31
Frage, wÀre ihre
00:53:32
Tochter glĂŒcklich?
00:53:33
Auf all diese Fragen
00:53:35
wird es nie eine
00:53:37
Bis heute, 18 Jahre
00:53:39
danach, hat Maria
00:53:41
Gedenkveranstaltung
00:53:42
Ihr ist es wichtig,
00:53:44
am Jahrestag des
00:53:45
UnglĂŒcks vor Ort
00:53:45
zu sein, auch um
00:53:47
die Menschen daran
00:53:47
zu erinnern, was
00:53:48
hier einst geschah.
00:53:49
Denn sie kÀmpft
00:53:52
Wir hatten es ja
00:53:55
anfangs erzÀhlt, dass
00:53:56
diese Folge eine der
00:53:58
betroffenen Personen mit
00:53:59
uns gesprochen hat und
00:54:00
das ist eben Maria, der
00:54:02
das nach wie vor
00:54:02
wichtig ist, dass dieser
00:54:05
Vergessenheit gerÀt und
00:54:06
deswegen hat sie sich
00:54:07
auch, obwohl sie nicht
00:54:08
viel von Podcasts
00:54:10
versteht und noch nie
00:54:11
einen gehört hat,
00:54:12
netterweise dazu
00:54:13
entschieden, mit uns
00:54:15
ĂŒber das Schicksal ihrer
00:54:16
Tochter zu sprechen.
00:54:17
Und man kann ihre
00:54:19
UnverstĂ€ndnis ĂŒber
00:54:22
Prozesse und auch
00:54:24
ĂŒber das Verhalten
00:54:28
Aber wie wir auch
00:54:29
leider schon öfters
00:54:33
ist es halt total
00:54:35
Deutschland so eine
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Verantwortlichkeit
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festzustellen, wenn
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mehrere Menschen an
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Entscheidungen beteiligt
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waren, die am Ende zu
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einer Katastrophe
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Ja, Benedikt MĂŒller,
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das ist hier unser
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vertrauter Strafverteidiger,
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der dafĂŒr Sorge trĂ€gt,
00:54:52
dass wir hier in
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rechtlich nichts
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Falsches sagen, der
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hatte jetzt auch
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Rechtswissenschaftler
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Duttke verwiesen, der
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sagt, nur schwer lÀsst
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katastrophale Ausgang
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eines Geschehens als
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unabwendbares Schicksal
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Die Versuchung ist
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wenigstens einen
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SĂŒndenbock ausfindig
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Bestreben dĂŒrfte
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nicht zuletzt auch
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sich dem unertrÀglich
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eines schicksalhaften
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Ausgeliefertseins
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der eigenen Existenz
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stets gefahrentrÀchtigen
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Welt tunlichst zu
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stattdessen an der
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ĂŒberraschungsfreien
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Zufallsfeindlichkeit
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SchÀden gleichsam
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unter Generalverdacht
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einer menschlichen
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FahrlÀssigkeitsstrafbarkeit
00:55:47
ernsthaft fragen
00:55:49
ĂŒberhaupt einen
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strafrechtlichen
00:55:50
Verantwortlichen gibt
00:55:52
Verantwortliche, also
00:55:53
jemanden, dem die
00:55:54
Katastrophe dann
00:55:54
letztlich wirklich
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zuzurechnen ist oder
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es sich dabei nicht um
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eine Katastrophe
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handele, bei der
00:56:00
zwar gegebenenfalls
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Menschen die Finger
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Spiel hatten, aber
00:56:10
einen spannenden
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Gedanken, greift
00:56:14
hier ja wirklich
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Entscheidungen getroffen
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wurden, die auch
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strafrechtlich relevant
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waren, also zum Beispiel
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kostengĂŒnstiger
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Alleinverwendung, keine
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ĂberprĂŒfung der
00:56:24
Entscheidungen dann
00:56:26
verursacht haben, ist
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glaube ich nicht so
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wirklich was mit einer
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ablehnenden Haltung
00:56:32
Und ich meine, das
00:56:34
hat jetzt in der
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strafrechtlichen
00:56:36
ĂŒberhaupt keine
00:56:40
eigentlich schon um
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15.30 Uhr klar war,
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die Halle wird jetzt
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geschlossen, weil
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möglicherweise eben
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diese Schneelast zu
00:56:49
Schneelast war ja am
00:56:50
Ende gar nicht das
00:56:50
Entscheidende dafĂŒr,
00:56:52
eingestĂŒrzt ist, denn
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wie die Ermittlungen
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ergeben hatten, hÀtte
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das Dach die Last ja
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auch tragen können, wenn
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die Halle richtig
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gebaut worden wÀre.
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Und trotzdem war man ja
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in der Annahme, dass es
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besser gewesen wÀre, sie
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dann zu schlieĂen.
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HĂ€tte man es halt
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gleich gemacht, hÀtte
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man einfach nicht
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gewartet, bis dieser
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Publikumslauf zu Ende
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Wie gesagt, das ist
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strafrechtlich gesehen
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einen Strick draus
00:57:14
drehen kann, aber das
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treibt einen ja in den
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Diese 24 Minuten, die
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man gewartet hat, die
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Halle zu schlieĂen, denn
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sie wÀre geschlossen
00:57:22
Es war die richtige
00:57:23
Diese 24 Minuten
00:57:25
haben am Ende darĂŒber
00:57:25
entschieden, dass 15
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Menschen ihr Leben lassen
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Ja, das ist wirklich so
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schrecklich, dieser Gedanke.
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Ja, und generell dann
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dieses hÀtte, wenn und so
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sich damit dann zu
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beschĂ€ftigen und darĂŒber
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hinweg zu kommen, was
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Maria ja irgendwie
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geschafft hat, auch mit
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Therapeutin und heute jetzt
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so stark sein kann, jedes
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Mal zu der Gedenkveranstaltung
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zu gehen und auch uns ihre
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Geschichte zu erzÀhlen.
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Das finde ich auch wieder
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total bewundernswert.
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Ja, ich meine, sie will
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ja nicht, dass Miriam in
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Vergessenheit gerÀt und ich
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finde, wenn Betroffene dann
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mit einem reden, bleiben auch
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so ganz spezielle Sachen
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hÀngen von der Geschichte.
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Zum einen die ErzĂ€hlung ĂŒber
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die Gulaschsuppe von der
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Nachbarin, die sie
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vorbeigebracht hat.
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Oder dass sie dann immer
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Fondue gegessen haben, weil
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Miriam das so gerne hatte.
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Das sind alles so
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ErzÀhlungen, die uns und
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natĂŒrlich auch den Leuten,
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die den Podcast hören, dann
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die ErzÀhlungen und die
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Verbrechen dann nochmal irgendwie
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als wenn man jetzt keine
00:58:24
persönlichen EindrĂŒcke der
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Beteiligten mit dabei hat.
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Und deswegen freuen wir uns
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auch sehr, nÀchste Woche
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wieder so einen Fall
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erzĂ€hlen zu dĂŒrfen.
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Ja, das ist dann ja auch die
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letzte Folge des Jahres.
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Aber jetzt noch ein ganz
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Es lÀuft nÀmlich auf unserer
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Mordlust der Podcast ein
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Gewinnspiel, bei dem ihr zwei
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Pakete mit jeweils zwei
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nicht despektierlich gemeint
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Hoodies und zwei
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Mordlustassen gewinnen könnt.
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Und das Ganze geht noch bis zum
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12. Dezember 2024
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Was ihr tun mĂŒsst, um eine
00:58:57
Chance auf den Gewinn zu haben,
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das seht ihr in dem Post auf
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Viel GlĂŒck und bis nĂ€chste
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Das war ein Podcast der
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Partner in Crime.
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Hosts und Produktion
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Paulina Graser und Laura
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Magdalena Höcherl und wir.
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Rechtliche Abnahme und Beratung
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Abel und Kollegen.